Endlich da: ArcGIS Enterprise 11

ArcGIS Enterprise 11 führt die Funktionalitäten der Version 10.9.1 weiter fort. Es ist aber auch ein Major Release in dem einige Workflows geändert wurden und die neue Generation von WebApps zum Standard wird.

2022 ist ein entscheidendes Jahr für die Produktentwicklung von ArcGIS. Mit ArcGIS Pro 3.0 und ArcGIS Enterprise 11.0 sind gleich zwei Major Releases erschienen, die viele Neuerungen bringen und den Weg für die weitere Entwicklung der Produkte aufzeigen.

ArcGIS Enterprise 11 bringt viele Neuerungen für den Map Viewer, für die Instant Apps und auch für die Funktionalität der Portal-Oberfläche. Diese Version beinhaltet aber einige ältere Web-Anwendungen nicht mehr. Die alten konfigurierbaren Templates sind nicht mehr Bestandteil und die ArcGIS Dashboard Classic Anwendungen werden in die neuen ArcGIS Dashboards überführt und angepasst.
Mit dem Object Store wird eine Technologie zum Cachen von Feature Anfragen neu eingeführt und Webhooks auf Service Ebene stehen, momentan noch als Beta Version, zur Verfügung.

Inhalt:

  1. Deployment
  2. Deprecation und Retirement
  3. Portal for ArcGIS
  4. Apps und Viewer
  5. Symbol Service
  6. Webhooks. Organizations-Webhook und Service-Webhooks (Beta-Funktionalität)
  7. Data Store
  8. Funktionale Server
  9. Weiterführende Informationen

1. Deployment

Windows und Linux

Im Blog lesen Sie, wie Sie sich auf den Umstieg von ArcGIS Enterprise 10.9.1 auf ArcGIS Enterprise 11 vorbereiten können.

Die Komponenten von ArcGIS Enterprise unterstützen Windows Server 2016, 2019 und 2022.

Für Linux Deployments wird Oracle Linux 8, Ubuntu Server 18.04. und 10.04 sowie SUSE Linux Enterprise Server 12/15 und Red Hat Enterprise Linux Server 8 unterstützt.

Einen Überblick aller Systemvoraussetzung für die ArcGIS Enterprise Komponenten, sowie die unterstützten Datenbanksysteme finden Sie unter den System Requirements.

ArcGIS Enterprise on Kubernetes

ArcGIS Enterprise on Kubernetes in der Version 11 wird erst Ende August erscheinen. Lesen Sie, was bei dieser Deployment-Variante alles neu sein wird:

  • ArcGIS Enterprise on Kubernetes ist jetzt für alle Kund:innen verfügbar. Ein Esri Enterprise Agreement ist nicht mehr Voraussetzung. Die Lizenzierung ist Subskriptions-basiert für ein Jahr.
  • Das Deployment, Updates und Upgrades sind „disconnected“ möglich. D.h. für alle Vorgänge ist keine Live-Verbindung zum Internet für den Download der Ressourcen notwendig.
  • Ressourcen können autoskalieren. Wenn die Anfragen ansteigen, z.B. für einen Kartendienst, werden weitere Ressourcen (sog. Pods) hinzuskaliert und bei sinkenden Anfragen wieder freigegeben.

Operational Health

Überprüfen Sie Ihre Enterprise Installation auf Probleme mithilfe eines neuen Python-Skripts, das jetzt in der Komponente Portal for ArcGIS enthalten ist: operationalHealth.py.

Dieses Skript prüft auf Probleme, basierend auf einigen der besten Praktiken für die Bereitstellung eines stabilen, optimierten und hochfunktionalen Enterprise Deployments. Die Resultate der Prüfung werden als HTML-Report ausgegeben.


2. Deprecation und Retirement

Ein Upgrade auf die Version 11 erfordert ein wenig mehr Vorbereitung, als man es sonst gewohnt ist. Die Version 11 ist das erste ‚echte‘ Major Release seit der Bereitstellung von ArcGIS Enterprise 10.0 im Jahr 2010. Es gibt zahlreiche Änderungen ‚unter der Haube‘, die ein Major Release rechtfertigen und auch erfordern.

Einige alte Technologien werden in der Version 11 nicht mehr unterstützt:

  • Dienste, z.B. Map- oder Geoprocessing-Dienste, die aus ArcMap veröffentlicht wurden, werden nicht mehr unterstützt. ArcGIS Enterprise 11 unterstützt ArcGIS Pro basierte Dienste.
  • Für Entwicklungen auf Basis der Enterprise SDK wird nicht mehr .NET Framework 4.x unterstützt, sondern .NET 6.
  • Die klassischen ArcGIS StoryMaps Vorlagen sind nicht mehr integriert. Story Maps werden mit den moderneren ArcGIS StoryMaps erstellt.
  • Anwendungen, die mit ArcGIS Dashboard Classic erstellt wurden, werden in der Version 11 mit den modernen ArcGIS Dashboards angezeigt bzw. verändert.
  • Viele der alten konfigurierbaren App-Vorlagen, die schon seit einigen Versionen als „deprecated“ markiert sind, wurden komplett entfernt und durch ArcGIS Instant Apps ersetzt.

Einen umfassenden Überblick dieser Änderungen, der Auswirkungen und unsere Empfehlungen dafür finden Sie in diesem Blogbeitrag 2022 markiert einen wichtigen Meilenstein in der ArcGIS Produktentwicklung oder direkt in der Enterprise Hilfe.


3. Portal for ArcGIS

Die Portal-Oberfläche hat viele Erweiterungen und Neuerungen für die Anwender:innen, aber auch für Administrator:innen bekommen:

  • Konfigurieren Sie erweiterte Portaloptionen über das ArcGIS Portal Directory (Sharing API). In früheren Versionen wurden diese Optionen über eine Konfigurationsdatei konfiguriert, die nicht mehr unterstützt wird.

  • Schränken Sie den Zugriff der Mitglieder nur auf genehmigte externe Anwendungen ein, um die Sicherheit in ArcGIS Enterprise zu erhöhen.

Workflow Hosted Feature Layer

Der Workflow beim Erstellen neuer Feature-Layer wurde verbessert. Wenn Sie einen leeren Layer erstellen, können Sie sofort mehrere Layer verschiedener Typen (Punkt, Linie, Polygon oder Tabelle) hinzufügen.

Workflow Hosted Feature Layer Views

Der Workflow für die Erstellung von gehosteten Feature-Layer-Sichten wurde verbessert.  Die Definition der Ansicht ist Teil des Erstellungsprozesses der Sicht. Sie können die Ansichtsdefinition auch später noch auf der Detailseite der gehosteten Feature-Layer-Sicht ändern, aber jetzt enthält Ihre gehostete Feature-Layer-Sicht den richtigen gefilterten Inhalt, sobald Sie sie erstellen.

Erzeugung von Kachel- und Szenen-Layern

Die Benutzerschnittstelle zur Erzeugung von Kachellayern (Raster und Vektor) wurde erweitert und die Möglichkeiten zusammengeführt. Kachellayer werden direkt in Ihren ‚Eigenen Inhalten‘ erzeugt.

  • Hochladen eines Paketes (Raster und Vektor via .vtpk oder .tpkx).
  • Eine Service Definition (SD) hochladen (Raster).
  • Kachelinhalte eines ArcGIS Enterprise Data Store verwenden (Raster und Vektor).
  • Einen Feature-Layer nutzen (Raster).

 

Für Szenen Layer wurde die Funktion für das Veröffentlichen ähnlich zusammengefasst.

  • Hochladen eines Paketes (.slpk).
  • Kachelinhalte eines ArcGIS Enterprise Data Store verwenden (Raster und Vektor).

 

Mitglieder Kategorien

Richten Sie hierarchische Kategorien ein, um die Anwender:innen nach Merkmalen wie Abteilung, Standort und Fachwissen zu organisieren. Administrator:innen und Mitglieder mit den entsprechenden Berechtigungen können die Mitgliederliste nach Mitgliederkategorien filtern. Die Mitgliederkategorien werden auch auf der Seite mit den Benutzereinstellungen des Mitglieds angezeigt.

Ein User kann bis zu 20 Kategorien zugeordnet werden.

Konfiguration von Utility Diensten: Routing Dienste

Ein Routing Dienst, der in den Apps von ArcGIS Enterprise für Wegbeschreibungen und Analysen genutzt werden kann, kann auf drei unterschiedlichen Wegen konfiguriert werden:

  • Direktes Einbinden der ArcGIS Online Routing-Dienste.
  • Konfigurieren von Service Endpunkten für die unterschiedlichen Funktionen.
  • Bereitstellen einen Netzwerk Datensatzes, der direkt in dieser Konfiguration veröffentlicht werden kann.

Wenn der Routing-Dienst über einen Netzwerk-Datensatz bereitgestellt wurde, können die Eigenschaften über eine separate Konfigurationsdatei beeinflusst werden.

OGC Geopackage

OGC Geopackage ist ein OGC Standard für Datenpakete. Es dient primär zum dateibasierten Austausch von Geodaten. Mit der Version 11 kann ArcGIS Enterprise die Daten aus einem Hosted Feature Layer in ein Geopackage exportieren und umgekehrt aus einem GeoPackage wieder Hosted Feature Layer publizieren.

Zusätzliche Berechtigungen für Rollen

Zwei neue Berechtigungen – „Inhalte neu zuweisen“ und „Inhalte empfangen“ – ermöglichen es Organisationsmitgliedern, Inhalte zwischen sich zu übertragen. Organisationsmitglieder können Inhalte, die sie besitzen, anderen Mitgliedern neu zuweisen, ohne einen Administrator bitten zu müssen, die Änderung durchzuführen.


4. Apps und Viewer

ArcGIS Dashboards

Bei ArcGIS Dashboards fällt als erstes auf, dass die Benutzeroberfläche für die Erstellung von Dashboards neugestaltet wurde. Die Oberfläche enthält jetzt ein Layout-Panel, in dem man das Dashboard-Layout anzeigen und verwalten kann.

Neben der neuen Oberfläche haben die Dashboards das neue Element „Tabelle“ dazubekommen, mit dem Daten in einer Tabelle visualisiert und präsentiert werden können.

In ArcGIS Dashboards kann jetzt außerdem ein Datendownload für datengesteuerte Elemente aktiviert werden, wodurch Dashboard Nutzer*innen eine CSV-Datei mit den Quelldaten oder zusammengefassten Daten herunterladen können.

Wichtig: Mit dem 11.0 Release werden die Dashboards Classic aus ArcGIS Enterprise entfernt. Bestehende Dashboards werden automatisch in der neuen ArcGIS Dashboards Umgebung angezeigt und editiert. Mehr Informationen finden Sie in diesem Blogbeitrag.

 

ArcGIS Experience Builder

ArcGIS Experience Builder bekommt mit dem neuen Release acht zusätzliche Widgets:

Suche: Erlaubt die Suche nach Features oder Positionen auf Grundlage von bestimmten Layern und Locators. Die Suchergebnisse können im Ergebnisfenster derselben Seite oder auf einer anderen Seite der Experience dargestellt werden.

Ausgerichtete Bilddaten: Ermöglicht die Interaktion mit und die Visualisierung von Bilddaten mit beliebigem Aufnahmewinkel, beispielsweise Schrägluftbilder, Straßenansichten, Untersuchungsbilddaten und 360-Grad-Bilder, in 2D-Karten und 3D-Szenen.

Bearbeiten: Ermöglicht das Erstellen, Aktualisieren oder Löschen von Features. Durch die direkte Bearbeitung in einem Karten-Widget können die Attribute und die Geometrie geändert werden. Eine Karte ist für die Bearbeitung aber nicht zwingend notwendig. Features können etwa auch über Listen ausgewählt werden.

Eignungsmodellierer: Findet den besten Standort für ein Szenario oder identifiziert den Ort, an dem etwas wahrscheinlich passieren wird. Das Ergebnis wird als dynamisches Raster in der Karte angezeigt.

Höhenprofil:  Erzeugt und zeigt ein Höhenprofil aus einem Eingabepfad in einer Webkarte oder Szene inkl. Statistiken zum Profil.

Geschossdeckenfilter: Ermöglicht Benutzern das Erkunden geschossbezogener Karten. Geschossbezogene Karten und Szenen enthalten Indoor-GIS-Daten, die Grundriss-Features wie Ebenen, Einrichtungen und Standorte darstellen. 

Wegbeschreibung:  Berechnet Wegbeschreibungen mit Abbiegeanweisungen zwischen zwei oder mehr Positionen.

Zeichnen: Erstellt einfache Grafiken für Punkte, Linien und Polygone in einer 2D-Webkarte oder 3D-Webszene.

Neben den neuen Widgets können jetzt auch benutzerdefinierte Widgets, also Widgets die mit Experience Builder Developer Edition erstellt wurden, in neue Experience-Apps eingebunden werden. Sie können Ihre eigenen Widgets im eigenen Inhalt als „Neues Element“ hinzufügen. Sie erscheinen dann im Experience Builder in der Liste der Widgets.

 

ArcGIS StoryMaps

Ein Highlight in den ArcGIS StoryMaps  ist die Darstellung von Zeitanimationen, wenn in einer Webkarten Zeiteigenschaften aktiviert wurden.

Außerdem hat das Element „Map Tour“ eine ganze Reihe an Neuerungen und Verbesserungen erfahren, wie z.B. die Möglichkeit die Tour in 3D und mit beliebigen Koordinatenprojektionen darzustellen.

Auch die Sammlungen wurden stark ausgebaut und ermöglichen nun auch das Hinzufügen von Bilder, Videos, PDFs und weiteren Webinhalten über URLs.

Das Element „Swipe“ ermöglicht außerdem den Vergleich von Express-Karten.

 

ArcGIS Instant Apps

Die ArcGIS Instant Apps sind die Nachfolger der Konfigurierbaren App Templates. Sie basieren auf JavaScript 4.x und unterstützen damit die Möglichkeiten des Map Viewers zum Kartendesign. Sie verfügen über eine einheitliche Oberfläche zur Konfiguration und sind responsive (für kleinere Displays). Die Instant Apps haben in der Version 11 viele neue Templates und Updates bekommen.

Standard enthält Standardoptionen wie eine Legende und Lesezeichen, um Ihrem Publikum eine einfache Möglichkeit zu bieten, eine Karte oder Szene anzuzeigen und mit ihr zu interagieren.

Diagramm-Viewer zeigt Balkendiagramme, Liniendiagramme, Histogramme und Scatterplot zur Ergänzung einer Karte an. Bis zu drei Diagramme können nebeneinander oder übereinander angezeigt werden, aber Sie können auf alle Diagramme, die in der Karte erstellt wurden, zugreifen und diese anzeigen.

 

 

Countdown zeigt eine Liste von Orten in einer Map oder Szene an, die nach Werten für ein bestimmtes Feld geordnet sind. Sie können eine Zusammenfassung für die gereihten Orte und Informationen über die Reihenfolge der Merkmale bereitstellen. App-Benutzer können Feature-Informationen anheften, um sie mit anderen Features in der Rangliste zu vergleichen. Sie können Layereffekte anwenden, um zwischen aktiven und nicht aktiven Merkmalen in einer Liste zu unterscheiden. Wenn Sie einen Abschnitt hinzufügen, können Sie die Einstellungen aus einem anderen Abschnitt in der App importieren, um die Konsistenz zu gewährleisten.

Ausstellung bietet eine sequenzielle Präsentation, die eine Geschichte anhand von interaktiven Folien mit unterschiedlichen Kartenausmaßen erzählt, die Sie aus Lesezeichen importieren können. Für jede Folie können Sie die Sichtbarkeit von Layern und die Basiskarte ändern, ein Pop-up für ein bestimmtes Merkmal einfügen, einen Filter für Layer anwenden sowie einen Titel und Notizen eingeben. Sie können das Bedienfeld der App so konfigurieren, dass es Werkzeuge und Optionen enthält, z. B. die Möglichkeit, eine Diashow abzuspielen, zu einem beliebigen Dia in der App zu springen und das aktuelle Dia zu teilen, indem Sie es als PDF exportieren oder eine direkte URL kopieren.

Die Seitenleiste zeigt eine Karte mit einem Seitenbereich an, der Werkzeuge zum Bearbeiten, Filtern und Interagieren mit Daten enthält. Sie enthält auch eine Einstellung zum Exportieren der Karte und des Popup-Inhalts als PDF. Sie können auswählen, welche Layer in die Layerliste aufgenommen werden sollen, wenn Sie sie für die App aktivieren. Sie können auch eine Basiskartengalerie und einen Schalter für die Basiskarte bereitstellen, damit die Benutzer die Basiskarte ändern können. Für unterstützte Karten können Sie das neue Tool zur Verfolgung des Utility Networks einbinden. Seitenleiste ist die Instant App mit den meisten Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten für den allgemeinen Gebrauch.

Schieberegler zeigen historische, aktuelle oder zukünftige Daten in einem beliebigen Zeitintervall an. App-Benutzer können einen Zeitschieberegler abspielen oder bewegen, um Daten auf der Grundlage numerischer Werte oder zeitlicher Veränderungen zu animieren und so die Entwicklung der Daten zu verfolgen. Wählen Sie aus voreingestellten Themen für die Farben des Schiebereglers und passen Sie das Erscheinungsbild optional mit Cascading Style Sheets (CSS) an.

 

 

MapViewer

Der neue MapViewer hat einen ganzen Schwung an neuen Funktionen dazubekommen. Effekte, mehr Servicetypen, Flow Style, ….

  • Vektorfelddaten aus einem Imagery Layer lassen sind animiert im Flow Style darstellen. Hervorragend geeignet für Meeres-Strömungen oder Wind

  • Auf Layer, oder einen Subset von Feature lassen sich Effekte anwenden. Z.B. leuchten oder Schlagschatten oder verwischen

  • Sketch Layer wurden stark ausgebaut. Sie unterstützen Snapping, Pop-ups und eine Vielzahl von Symboliken und Darstellungen
  • Layer mit den Konfigurationen bezüglich Filter und Darstellung können als neue Elemente abgespeichert werden. Dadurch können Sie ohne nochmalige Konfiguration in neuen Karten genutzt werden
  • Grundkarten mit unterschiedlichen Projektionen werden unterstützt
  • Pop-ups können für Image Layer aktiviert werden. Zusätzlich werden Arcade Elemente unterstützt.
  • Folgende Layer können neu zu einer Karte hinzugefügt werden
    • GeoJSON per URL
    • OGC WFS, OGC WMS und WMTS und OGC API Feature
  • Diagramme werden unterstützt um die Daten in Layern besser verstehen zu können. Es werden Balken- und Liniendiagramme, sowie Histogramme und Scatterplots unterstützt

3D / Scene-Viewer

  • Verwenden Sie WGS 1984-Szenenlayer mit lokalen Szenen in Web Mercator, um Tausende von ArcGIS Online-Szenenlayern zu nutzen.
  • Scene Viewer unterstützt jetzt die Erstellung lokaler Szenen in WGS 1984
  • Scene Viewer hat die Unterstützung von OGC-Layertypen erweitert. WFS-Layer können zu Ihren Szenen hinzugefügt werden
  • Standardmäßig verwenden Szenen jetzt WebGL2 zum Rendern von 3D-Grafiken
  • Erstellen Sie eine szenenbasierte Anwendung über den Designer im Scene Viewer. Wählen Sie die Vorlagen Instant Apps, Experience Builder oder ArcGIS StoryMaps, um Apps mit benutzerdefinierten Funktionen zu erstellen.
  • Fügen Sie Voxel-Szenenlayer, die mehrdimensionale volumetrische 3D- oder 4D-Daten anzeigen, zu lokalen Szenen in Scene Viewer hinzu. Sie können atmosphärische oder ozeanische Daten, geologische Untergrundmodelle oder Raum-Zeit-Würfel mit Voxel-Szenenlayern visualisieren.

5. Symbol Service

Der Symbol Service ist ein Neuzugang zu den Utility-Services. Mit ihm können Sie Ihre eigenen Symbolstyles für 2D Symbole oder für Dictionarys, die in den Enterprise Web-Anwendungen genutzt werden, für externe Anwendungen, die nicht über die Darstellungsfähigkeiten der ArcGIS Apps verfügen, zugänglich machen.

Diese Service verfügt über zwei Operationen

  • Mit der Operation GenerateImage können Sie auf der Grundlage von Symbolnamen oder Merkmalsattributen Symbolbilder aus Webstilen erzeugen. Unterstützte Formate sind SVG oder diverse Rasterformate
  • Mit der Operation GenerateSymbol können Sie SVG-Dateien in CIMSymbole konvertieren, um sie einfacher in Webkarten zu speichern

6. Webhooks. Organizations-Webhook und Service-Webhooks (Beta-Funktionalität)

Webhooks sind eine Fähigkeit von ArcGIS, passende Anwendungen automatisch mit ereignisgesteuerten Informationen zu versorgen. Man kann auf bestimmte Aktionen im Portal, z.B. ein neuer User wird hinzugefügt, automatisch eine Folgeaktion auslösen, z.B. eine Mail oder einen Eintrag in einer externen Datenbank, …

ArcGIS Enterprise unterstützt zwei Arten von Webhooks:

Organisations-Webhooks – Administratoren können Ereignisauslöser abonnieren, die sich auf die Benutzer, Gruppen und Elemente einer Organisation beziehen.

Service Webhooks (Beta) – Administratoren können Webhooks für Geoverarbeitungs- und Feature-Services konfigurieren. Diese Funktionen sind momentan noch als Beta Funktionalität verfügbar

  • Geoprocessing-Webhooks – Administratoren können Webhooks für Geoprocessing-Dienste festlegen, die aufgerufen werden, wenn ein Geoprocessing-Auftrag abgeschlossen ist.
  • Webhooks für Feature-Dienste – Administratoren können Ereignisauslöser definieren, die sich auf die Feature-Dienste einer Organisation beziehen. Es werden sowohl hosted als auch referenced Feature Services unterstützt. Es werden Service-bezogene Ereignisse unterstützt, z.B.  wenn sich das Schema ändert, und Feature Ereignisse, z.B. wenn ein Feature gelöscht wird.

7. Data Store

Bei den Data Stores gibt es einen neuen Typ von Data Store, überarbeitete Installer und neue Tools

Der Object Store ist nicht komplett neu. Er wurde mit der Version 10.9.0 initial eingeführt, konnte jedoch in ArcGIS Enterprise 10.9.1 nicht unterstützt werden. Jetzt mit Version 11 wurde der Object Store mit neuer Technologie ersetzt.
Der Object Store cacht Anfragen an Hosted Feature Layer und kann die Performance dieser Hosted Feature Layer stark erhöhen. Er ist gut geeignet für Hosted Feature Layer, deren Inhalte nicht oft editiert werden.

In Versionen vor ArcGIS Data Store 11.0 wurden bei der Installation von ArcGIS Data Store alle Datenspeicherdateien auf dem Rechner abgelegt und es wurde der Typ konfiguriert, der gebraucht wird. Jetzt können Sie bei der Installation von ArcGIS Data Store auswählen, welche Data Stores auf jedem Rechner installiert werden sollen. Es werden keine nicht benötigten Daten abgelegt.

Nach dem Upgrade von ArcGIS Data Store können Sie alle Data Store Typen entfernen, die Sie nicht konfiguriert haben. Siehe ArcGIS Data Store deinstallieren für weitere Informationen.

Wenn Webhooks für Services definiert sind, werden Webhook-Nachrichten auf den Rechnern des relationalen Data Stores verarbeitet. Um dies zu ermöglichen, müssen Sie auf den relationalen Datenspeichern zusätzliche Ports freischalten.


8. Funktionale Server

Im Folgenden werden kurz die Highlights und wichtigsten Aspekte zu den Funktionalen Servern im 11.0er Release beschrieben. Ausführlichere Informationen zu den jeweiligen Server finden Sie in der What’s New online Dokumentation.

ArcGIS GeoEvent Server

Mit diesem Release wurde die Performanz der „Service Discovery“ also die Verbindung vom GeoEvent Server zu ArcGIS Enterprise / ArcGIS Server / ArcGIS Online deutlich verbessert. So werden nicht mehr alle Dienste des hinterlegten Named Users automatisch gecached (was je nach Service Anzahl zu langen Wartezeiten führen konnte), sondern nur nach Bedarf und entsprechend der Ordner Struktur (siehe Screenshot, ausgegraute Felder). Des Weiteren lassen sich nun auch Services, welche öffentlich sind oder von anderen Nutzern mit dem GeoEvent Nutzer geteilt wurden, direkt per URL einbinden (siehe Screenshot).

Bei den Input Konnektoren wurde Kafka Input noch um die Authentifizierungsmöglichkeit SASL/SCRAM erweitert und der GeoJSON Input unterstützt nun verschachtelte Strukturen des GeoJSON.

Achtung beim Upgrade: Die Konfigurationsspeicherung wurde optimiert, weshalb die GeoEvent Konfiguration nicht automatisch mit aktualisiert wird, sondern manuell nach dem Upgrade importiert werden muss! Daher unbedingt die Konfiguration vor dem Upgrade exportieren, sofern das automatische Backup nicht eingerichtet ist bzw. nicht aktuell genug ist. Die Dokumentation zum manuellen Export und Import der Konfiguration finden Sie hier.

ArcGIS GeoAnalytics Server

Der GeoAnalytics Server bietet nun ein häufig nachgefragtes Tool mit „Snap Tracks“ also dem Snapping von Punkten an Polylinien z.B. GPS Positionen an ein Straßennetzwerk an.

Der Polylinien Layer muss hierfür die entsprechenden Netzwerk-Verbindungsparameter (LinienID, fromNode, toNode) enthalten.

Außerdem gab es Verbesserungen bei dem „Zusammenfassen innerhalb“ und „Nach Nähe gruppieren“ Tool.

Hinweis:  Sowohl das neue Snap Tool als auch die Verbesserungen der anderen Tools sind nur über die ArcGIS REST API, ArcGIS Pro und ArcGIS API for Python ausführbar und werden nicht mehr in die UI des MapViewer Classic integriert.

ArcGIS Image Server

Bei dem Image Server werden mit dem neuen Release zusätzliche Raster Typen (Landsat 9, Jilin-1, Pleiades NEO, Superview-1, PlanetScope) und multidimensionale „transposed“ Tiles auf referenzierten CRF Rasterdaten unterstützt.

Außerdem wurde der OGC Support verbessert, so dass nun auch multidimensionale Rasterlayer in einer Karte als WMS unterstützt werden und die Nutzung der multidimensionalen Variablen und Templates der Raster Funktionen für diese Layer verfügbar ist.

ArcGIS Deep Learning Studio

Als neue Anwendung für den Image Server im Kontext von GeoAI, steht mit dem 11.0er Release die erste Version des ArcGIS Deep Learning Studios zur Verfügung. Dieses bietet eine projektbasierte Implementation des kompletten End-to-end GeoAI Workflows auf Luftbilddaten, also von der Erstellung von Trainingsdaten, über das Training des Modells, bis hin zu dessen Anwendung (Inferenz). Durch die Verwaltung in Projekten und Definition von Arbeitseinheiten können mehrere Nutzer an diesem Workflow wie z.B. dem Labeln und Kontrollieren der Trainingsdaten oder das Vergleichen der Modellergebnisse, zusammenarbeiten.

ArcGIS Notebook Server

Für den Notebook Server werden nun von Esri kuratierte Python Code-Snippets, also vorgefertigte Code Beispiele, für bestimmte Arbeitsabläufe und Funktionalitäten zur Verfügung gestellt.

Wenn Notebooks als Web-Tool veröffentlicht werden, wird nun im Hintergrund ein Snapshot des Notebooks erstellt und als Web-Tool veröffentlicht. So wirken sich weitere Änderungen an dem Notebook, nicht versehentlich auf etablierte Arbeitsabläufe aus, welche das entsprechendes Web-Tool verwenden. Aufgrund dieser Änderungen können bestehende Web-Tools nun auch überschrieben werden, damit gewünschte Änderungen vorgenommen werden können, ohne das sich die URL des Web-Tools ändert.

Als Beta-Funktionalität wird mit dem 11.0er Release die Verwendung von Mirantis Container Runtime (ehemals Docker Engine Enterprise) und Mirantis Container Runtime als Container-Images auf Windows Server 2022 durch den Notebook Server unterstützt.

ArcGIS Knowledge

Mit dem 11.0er Release wird ein neues Lizenz Modell für ArcGIS Knowledge eingeführt. Es wird keine Benutzertypabhängige Lizenzierung über den Typ Knowledge mehr benötigt, stattdessen wird der ArcGIS Knowledge Server wie die anderen Funktionalen Server lizensiert. Somit steht die Funktionalität allen Benutzertypen (ab Creator) mit den entsprechenden Rechten („Gehostete Knowledge Graphs veröffentlichen“) zur Verfügung.

Über das Enterprise Portal können nun NoSQL-Datenspeicher hinzugefügt werden. Damit können Knowledge-Graphen auch außerhalb des ArcGIS Data Stores (als NoSQL Data Store) gespeichert werden, welche in ArcGIS Pro erstellt und editiert werden können. Mit dem 11.0er Release werden hier Neo4j-Datenbanken unterstützt.


9. Weiterführende Informationen


Bei Fragen steht Ihnen unser Support unter esri-support(at)mysynergis.com gerne zur Verfügung. Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem ArcGIS Blog entstanden. Autor: Jörg Moosmeier

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Endlich da: ArcGIS Enterprise 11

ArcGIS Enterprise 11 führt die Funktionalitäten der Version 10.9.1 weiter fort. Es ist aber auch ein Major Release in dem einige Workflows geändert wurden und die neue Generation von WebApps zum Standard wird.

2022 ist ein entscheidendes Jahr für die Produktentwicklung von ArcGIS. Mit ArcGIS Pro 3.0 und ArcGIS Enterprise 11.0 sind gleich zwei Major Releases erschienen, die viele Neuerungen bringen und den Weg für die weitere Entwicklung der Produkte aufzeigen.

ArcGIS Enterprise 11 bringt viele Neuerungen für den Map Viewer, für die Instant Apps und auch für die Funktionalität der Portal-Oberfläche. Diese Version beinhaltet aber einige ältere Web-Anwendungen nicht mehr. Die alten konfigurierbaren Templates sind nicht mehr Bestandteil und die ArcGIS Dashboard Classic Anwendungen werden in die neuen ArcGIS Dashboards überführt und angepasst.
Mit dem Object Store wird eine Technologie zum Cachen von Feature Anfragen neu eingeführt und Webhooks auf Service Ebene stehen, momentan noch als Beta Version, zur Verfügung.

Inhalt:

  1. Deployment
  2. Deprecation und Retirement
  3. Portal for ArcGIS
  4. Apps und Viewer
  5. Symbol Service
  6. Webhooks. Organizations-Webhook und Service-Webhooks (Beta-Funktionalität)
  7. Data Store
  8. Funktionale Server
  9. Weiterführende Informationen

1. Deployment

Windows und Linux

Im Blog lesen Sie, wie Sie sich auf den Umstieg von ArcGIS Enterprise 10.9.1 auf ArcGIS Enterprise 11 vorbereiten können.

Die Komponenten von ArcGIS Enterprise unterstützen Windows Server 2016, 2019 und 2022.

Für Linux Deployments wird Oracle Linux 8, Ubuntu Server 18.04. und 10.04 sowie SUSE Linux Enterprise Server 12/15 und Red Hat Enterprise Linux Server 8 unterstützt.

Einen Überblick aller Systemvoraussetzung für die ArcGIS Enterprise Komponenten, sowie die unterstützten Datenbanksysteme finden Sie unter den System Requirements.

ArcGIS Enterprise on Kubernetes

ArcGIS Enterprise on Kubernetes in der Version 11 wird erst Ende August erscheinen. Lesen Sie, was bei dieser Deployment-Variante alles neu sein wird:

  • ArcGIS Enterprise on Kubernetes ist jetzt für alle Kund:innen verfügbar. Ein Esri Enterprise Agreement ist nicht mehr Voraussetzung. Die Lizenzierung ist Subskriptions-basiert für ein Jahr.
  • Das Deployment, Updates und Upgrades sind „disconnected“ möglich. D.h. für alle Vorgänge ist keine Live-Verbindung zum Internet für den Download der Ressourcen notwendig.
  • Ressourcen können autoskalieren. Wenn die Anfragen ansteigen, z.B. für einen Kartendienst, werden weitere Ressourcen (sog. Pods) hinzuskaliert und bei sinkenden Anfragen wieder freigegeben.

Operational Health

Überprüfen Sie Ihre Enterprise Installation auf Probleme mithilfe eines neuen Python-Skripts, das jetzt in der Komponente Portal for ArcGIS enthalten ist: operationalHealth.py.

Dieses Skript prüft auf Probleme, basierend auf einigen der besten Praktiken für die Bereitstellung eines stabilen, optimierten und hochfunktionalen Enterprise Deployments. Die Resultate der Prüfung werden als HTML-Report ausgegeben.


2. Deprecation und Retirement

Ein Upgrade auf die Version 11 erfordert ein wenig mehr Vorbereitung, als man es sonst gewohnt ist. Die Version 11 ist das erste ‚echte‘ Major Release seit der Bereitstellung von ArcGIS Enterprise 10.0 im Jahr 2010. Es gibt zahlreiche Änderungen ‚unter der Haube‘, die ein Major Release rechtfertigen und auch erfordern.

Einige alte Technologien werden in der Version 11 nicht mehr unterstützt:

  • Dienste, z.B. Map- oder Geoprocessing-Dienste, die aus ArcMap veröffentlicht wurden, werden nicht mehr unterstützt. ArcGIS Enterprise 11 unterstützt ArcGIS Pro basierte Dienste.
  • Für Entwicklungen auf Basis der Enterprise SDK wird nicht mehr .NET Framework 4.x unterstützt, sondern .NET 6.
  • Die klassischen ArcGIS StoryMaps Vorlagen sind nicht mehr integriert. Story Maps werden mit den moderneren ArcGIS StoryMaps erstellt.
  • Anwendungen, die mit ArcGIS Dashboard Classic erstellt wurden, werden in der Version 11 mit den modernen ArcGIS Dashboards angezeigt bzw. verändert.
  • Viele der alten konfigurierbaren App-Vorlagen, die schon seit einigen Versionen als „deprecated“ markiert sind, wurden komplett entfernt und durch ArcGIS Instant Apps ersetzt.

Einen umfassenden Überblick dieser Änderungen, der Auswirkungen und unsere Empfehlungen dafür finden Sie in diesem Blogbeitrag 2022 markiert einen wichtigen Meilenstein in der ArcGIS Produktentwicklung oder direkt in der Enterprise Hilfe.


3. Portal for ArcGIS

Die Portal-Oberfläche hat viele Erweiterungen und Neuerungen für die Anwender:innen, aber auch für Administrator:innen bekommen:

  • Konfigurieren Sie erweiterte Portaloptionen über das ArcGIS Portal Directory (Sharing API). In früheren Versionen wurden diese Optionen über eine Konfigurationsdatei konfiguriert, die nicht mehr unterstützt wird.

  • Schränken Sie den Zugriff der Mitglieder nur auf genehmigte externe Anwendungen ein, um die Sicherheit in ArcGIS Enterprise zu erhöhen.

Workflow Hosted Feature Layer

Der Workflow beim Erstellen neuer Feature-Layer wurde verbessert. Wenn Sie einen leeren Layer erstellen, können Sie sofort mehrere Layer verschiedener Typen (Punkt, Linie, Polygon oder Tabelle) hinzufügen.

Workflow Hosted Feature Layer Views

Der Workflow für die Erstellung von gehosteten Feature-Layer-Sichten wurde verbessert.  Die Definition der Ansicht ist Teil des Erstellungsprozesses der Sicht. Sie können die Ansichtsdefinition auch später noch auf der Detailseite der gehosteten Feature-Layer-Sicht ändern, aber jetzt enthält Ihre gehostete Feature-Layer-Sicht den richtigen gefilterten Inhalt, sobald Sie sie erstellen.

Erzeugung von Kachel- und Szenen-Layern

Die Benutzerschnittstelle zur Erzeugung von Kachellayern (Raster und Vektor) wurde erweitert und die Möglichkeiten zusammengeführt. Kachellayer werden direkt in Ihren ‚Eigenen Inhalten‘ erzeugt.

  • Hochladen eines Paketes (Raster und Vektor via .vtpk oder .tpkx).
  • Eine Service Definition (SD) hochladen (Raster).
  • Kachelinhalte eines ArcGIS Enterprise Data Store verwenden (Raster und Vektor).
  • Einen Feature-Layer nutzen (Raster).

 

Für Szenen Layer wurde die Funktion für das Veröffentlichen ähnlich zusammengefasst.

  • Hochladen eines Paketes (.slpk).
  • Kachelinhalte eines ArcGIS Enterprise Data Store verwenden (Raster und Vektor).

 

Mitglieder Kategorien

Richten Sie hierarchische Kategorien ein, um die Anwender:innen nach Merkmalen wie Abteilung, Standort und Fachwissen zu organisieren. Administrator:innen und Mitglieder mit den entsprechenden Berechtigungen können die Mitgliederliste nach Mitgliederkategorien filtern. Die Mitgliederkategorien werden auch auf der Seite mit den Benutzereinstellungen des Mitglieds angezeigt.

Ein User kann bis zu 20 Kategorien zugeordnet werden.

Konfiguration von Utility Diensten: Routing Dienste

Ein Routing Dienst, der in den Apps von ArcGIS Enterprise für Wegbeschreibungen und Analysen genutzt werden kann, kann auf drei unterschiedlichen Wegen konfiguriert werden:

  • Direktes Einbinden der ArcGIS Online Routing-Dienste.
  • Konfigurieren von Service Endpunkten für die unterschiedlichen Funktionen.
  • Bereitstellen einen Netzwerk Datensatzes, der direkt in dieser Konfiguration veröffentlicht werden kann.

Wenn der Routing-Dienst über einen Netzwerk-Datensatz bereitgestellt wurde, können die Eigenschaften über eine separate Konfigurationsdatei beeinflusst werden.

OGC Geopackage

OGC Geopackage ist ein OGC Standard für Datenpakete. Es dient primär zum dateibasierten Austausch von Geodaten. Mit der Version 11 kann ArcGIS Enterprise die Daten aus einem Hosted Feature Layer in ein Geopackage exportieren und umgekehrt aus einem GeoPackage wieder Hosted Feature Layer publizieren.

Zusätzliche Berechtigungen für Rollen

Zwei neue Berechtigungen – „Inhalte neu zuweisen“ und „Inhalte empfangen“ – ermöglichen es Organisationsmitgliedern, Inhalte zwischen sich zu übertragen. Organisationsmitglieder können Inhalte, die sie besitzen, anderen Mitgliedern neu zuweisen, ohne einen Administrator bitten zu müssen, die Änderung durchzuführen.


4. Apps und Viewer

ArcGIS Dashboards

Bei ArcGIS Dashboards fällt als erstes auf, dass die Benutzeroberfläche für die Erstellung von Dashboards neugestaltet wurde. Die Oberfläche enthält jetzt ein Layout-Panel, in dem man das Dashboard-Layout anzeigen und verwalten kann.

Neben der neuen Oberfläche haben die Dashboards das neue Element „Tabelle“ dazubekommen, mit dem Daten in einer Tabelle visualisiert und präsentiert werden können.

In ArcGIS Dashboards kann jetzt außerdem ein Datendownload für datengesteuerte Elemente aktiviert werden, wodurch Dashboard Nutzer*innen eine CSV-Datei mit den Quelldaten oder zusammengefassten Daten herunterladen können.

Wichtig: Mit dem 11.0 Release werden die Dashboards Classic aus ArcGIS Enterprise entfernt. Bestehende Dashboards werden automatisch in der neuen ArcGIS Dashboards Umgebung angezeigt und editiert. Mehr Informationen finden Sie in diesem Blogbeitrag.

 

ArcGIS Experience Builder

ArcGIS Experience Builder bekommt mit dem neuen Release acht zusätzliche Widgets:

Suche: Erlaubt die Suche nach Features oder Positionen auf Grundlage von bestimmten Layern und Locators. Die Suchergebnisse können im Ergebnisfenster derselben Seite oder auf einer anderen Seite der Experience dargestellt werden.

Ausgerichtete Bilddaten: Ermöglicht die Interaktion mit und die Visualisierung von Bilddaten mit beliebigem Aufnahmewinkel, beispielsweise Schrägluftbilder, Straßenansichten, Untersuchungsbilddaten und 360-Grad-Bilder, in 2D-Karten und 3D-Szenen.

Bearbeiten: Ermöglicht das Erstellen, Aktualisieren oder Löschen von Features. Durch die direkte Bearbeitung in einem Karten-Widget können die Attribute und die Geometrie geändert werden. Eine Karte ist für die Bearbeitung aber nicht zwingend notwendig. Features können etwa auch über Listen ausgewählt werden.

Eignungsmodellierer: Findet den besten Standort für ein Szenario oder identifiziert den Ort, an dem etwas wahrscheinlich passieren wird. Das Ergebnis wird als dynamisches Raster in der Karte angezeigt.

Höhenprofil:  Erzeugt und zeigt ein Höhenprofil aus einem Eingabepfad in einer Webkarte oder Szene inkl. Statistiken zum Profil.

Geschossdeckenfilter: Ermöglicht Benutzern das Erkunden geschossbezogener Karten. Geschossbezogene Karten und Szenen enthalten Indoor-GIS-Daten, die Grundriss-Features wie Ebenen, Einrichtungen und Standorte darstellen. 

Wegbeschreibung:  Berechnet Wegbeschreibungen mit Abbiegeanweisungen zwischen zwei oder mehr Positionen.

Zeichnen: Erstellt einfache Grafiken für Punkte, Linien und Polygone in einer 2D-Webkarte oder 3D-Webszene.

Neben den neuen Widgets können jetzt auch benutzerdefinierte Widgets, also Widgets die mit Experience Builder Developer Edition erstellt wurden, in neue Experience-Apps eingebunden werden. Sie können Ihre eigenen Widgets im eigenen Inhalt als „Neues Element“ hinzufügen. Sie erscheinen dann im Experience Builder in der Liste der Widgets.

 

ArcGIS StoryMaps

Ein Highlight in den ArcGIS StoryMaps  ist die Darstellung von Zeitanimationen, wenn in einer Webkarten Zeiteigenschaften aktiviert wurden.

Außerdem hat das Element „Map Tour“ eine ganze Reihe an Neuerungen und Verbesserungen erfahren, wie z.B. die Möglichkeit die Tour in 3D und mit beliebigen Koordinatenprojektionen darzustellen.

Auch die Sammlungen wurden stark ausgebaut und ermöglichen nun auch das Hinzufügen von Bilder, Videos, PDFs und weiteren Webinhalten über URLs.

Das Element „Swipe“ ermöglicht außerdem den Vergleich von Express-Karten.

 

ArcGIS Instant Apps

Die ArcGIS Instant Apps sind die Nachfolger der Konfigurierbaren App Templates. Sie basieren auf JavaScript 4.x und unterstützen damit die Möglichkeiten des Map Viewers zum Kartendesign. Sie verfügen über eine einheitliche Oberfläche zur Konfiguration und sind responsive (für kleinere Displays). Die Instant Apps haben in der Version 11 viele neue Templates und Updates bekommen.

Standard enthält Standardoptionen wie eine Legende und Lesezeichen, um Ihrem Publikum eine einfache Möglichkeit zu bieten, eine Karte oder Szene anzuzeigen und mit ihr zu interagieren.

Diagramm-Viewer zeigt Balkendiagramme, Liniendiagramme, Histogramme und Scatterplot zur Ergänzung einer Karte an. Bis zu drei Diagramme können nebeneinander oder übereinander angezeigt werden, aber Sie können auf alle Diagramme, die in der Karte erstellt wurden, zugreifen und diese anzeigen.

 

 

Countdown zeigt eine Liste von Orten in einer Map oder Szene an, die nach Werten für ein bestimmtes Feld geordnet sind. Sie können eine Zusammenfassung für die gereihten Orte und Informationen über die Reihenfolge der Merkmale bereitstellen. App-Benutzer können Feature-Informationen anheften, um sie mit anderen Features in der Rangliste zu vergleichen. Sie können Layereffekte anwenden, um zwischen aktiven und nicht aktiven Merkmalen in einer Liste zu unterscheiden. Wenn Sie einen Abschnitt hinzufügen, können Sie die Einstellungen aus einem anderen Abschnitt in der App importieren, um die Konsistenz zu gewährleisten.

Ausstellung bietet eine sequenzielle Präsentation, die eine Geschichte anhand von interaktiven Folien mit unterschiedlichen Kartenausmaßen erzählt, die Sie aus Lesezeichen importieren können. Für jede Folie können Sie die Sichtbarkeit von Layern und die Basiskarte ändern, ein Pop-up für ein bestimmtes Merkmal einfügen, einen Filter für Layer anwenden sowie einen Titel und Notizen eingeben. Sie können das Bedienfeld der App so konfigurieren, dass es Werkzeuge und Optionen enthält, z. B. die Möglichkeit, eine Diashow abzuspielen, zu einem beliebigen Dia in der App zu springen und das aktuelle Dia zu teilen, indem Sie es als PDF exportieren oder eine direkte URL kopieren.

Die Seitenleiste zeigt eine Karte mit einem Seitenbereich an, der Werkzeuge zum Bearbeiten, Filtern und Interagieren mit Daten enthält. Sie enthält auch eine Einstellung zum Exportieren der Karte und des Popup-Inhalts als PDF. Sie können auswählen, welche Layer in die Layerliste aufgenommen werden sollen, wenn Sie sie für die App aktivieren. Sie können auch eine Basiskartengalerie und einen Schalter für die Basiskarte bereitstellen, damit die Benutzer die Basiskarte ändern können. Für unterstützte Karten können Sie das neue Tool zur Verfolgung des Utility Networks einbinden. Seitenleiste ist die Instant App mit den meisten Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten für den allgemeinen Gebrauch.

Schieberegler zeigen historische, aktuelle oder zukünftige Daten in einem beliebigen Zeitintervall an. App-Benutzer können einen Zeitschieberegler abspielen oder bewegen, um Daten auf der Grundlage numerischer Werte oder zeitlicher Veränderungen zu animieren und so die Entwicklung der Daten zu verfolgen. Wählen Sie aus voreingestellten Themen für die Farben des Schiebereglers und passen Sie das Erscheinungsbild optional mit Cascading Style Sheets (CSS) an.

 

 

MapViewer

Der neue MapViewer hat einen ganzen Schwung an neuen Funktionen dazubekommen. Effekte, mehr Servicetypen, Flow Style, ….

  • Vektorfelddaten aus einem Imagery Layer lassen sind animiert im Flow Style darstellen. Hervorragend geeignet für Meeres-Strömungen oder Wind

  • Auf Layer, oder einen Subset von Feature lassen sich Effekte anwenden. Z.B. leuchten oder Schlagschatten oder verwischen

  • Sketch Layer wurden stark ausgebaut. Sie unterstützen Snapping, Pop-ups und eine Vielzahl von Symboliken und Darstellungen
  • Layer mit den Konfigurationen bezüglich Filter und Darstellung können als neue Elemente abgespeichert werden. Dadurch können Sie ohne nochmalige Konfiguration in neuen Karten genutzt werden
  • Grundkarten mit unterschiedlichen Projektionen werden unterstützt
  • Pop-ups können für Image Layer aktiviert werden. Zusätzlich werden Arcade Elemente unterstützt.
  • Folgende Layer können neu zu einer Karte hinzugefügt werden
    • GeoJSON per URL
    • OGC WFS, OGC WMS und WMTS und OGC API Feature
  • Diagramme werden unterstützt um die Daten in Layern besser verstehen zu können. Es werden Balken- und Liniendiagramme, sowie Histogramme und Scatterplots unterstützt

3D / Scene-Viewer

  • Verwenden Sie WGS 1984-Szenenlayer mit lokalen Szenen in Web Mercator, um Tausende von ArcGIS Online-Szenenlayern zu nutzen.
  • Scene Viewer unterstützt jetzt die Erstellung lokaler Szenen in WGS 1984
  • Scene Viewer hat die Unterstützung von OGC-Layertypen erweitert. WFS-Layer können zu Ihren Szenen hinzugefügt werden
  • Standardmäßig verwenden Szenen jetzt WebGL2 zum Rendern von 3D-Grafiken
  • Erstellen Sie eine szenenbasierte Anwendung über den Designer im Scene Viewer. Wählen Sie die Vorlagen Instant Apps, Experience Builder oder ArcGIS StoryMaps, um Apps mit benutzerdefinierten Funktionen zu erstellen.
  • Fügen Sie Voxel-Szenenlayer, die mehrdimensionale volumetrische 3D- oder 4D-Daten anzeigen, zu lokalen Szenen in Scene Viewer hinzu. Sie können atmosphärische oder ozeanische Daten, geologische Untergrundmodelle oder Raum-Zeit-Würfel mit Voxel-Szenenlayern visualisieren.

5. Symbol Service

Der Symbol Service ist ein Neuzugang zu den Utility-Services. Mit ihm können Sie Ihre eigenen Symbolstyles für 2D Symbole oder für Dictionarys, die in den Enterprise Web-Anwendungen genutzt werden, für externe Anwendungen, die nicht über die Darstellungsfähigkeiten der ArcGIS Apps verfügen, zugänglich machen.

Diese Service verfügt über zwei Operationen

  • Mit der Operation GenerateImage können Sie auf der Grundlage von Symbolnamen oder Merkmalsattributen Symbolbilder aus Webstilen erzeugen. Unterstützte Formate sind SVG oder diverse Rasterformate
  • Mit der Operation GenerateSymbol können Sie SVG-Dateien in CIMSymbole konvertieren, um sie einfacher in Webkarten zu speichern

6. Webhooks. Organizations-Webhook und Service-Webhooks (Beta-Funktionalität)

Webhooks sind eine Fähigkeit von ArcGIS, passende Anwendungen automatisch mit ereignisgesteuerten Informationen zu versorgen. Man kann auf bestimmte Aktionen im Portal, z.B. ein neuer User wird hinzugefügt, automatisch eine Folgeaktion auslösen, z.B. eine Mail oder einen Eintrag in einer externen Datenbank, …

ArcGIS Enterprise unterstützt zwei Arten von Webhooks:

Organisations-Webhooks – Administratoren können Ereignisauslöser abonnieren, die sich auf die Benutzer, Gruppen und Elemente einer Organisation beziehen.

Service Webhooks (Beta) – Administratoren können Webhooks für Geoverarbeitungs- und Feature-Services konfigurieren. Diese Funktionen sind momentan noch als Beta Funktionalität verfügbar

  • Geoprocessing-Webhooks – Administratoren können Webhooks für Geoprocessing-Dienste festlegen, die aufgerufen werden, wenn ein Geoprocessing-Auftrag abgeschlossen ist.
  • Webhooks für Feature-Dienste – Administratoren können Ereignisauslöser definieren, die sich auf die Feature-Dienste einer Organisation beziehen. Es werden sowohl hosted als auch referenced Feature Services unterstützt. Es werden Service-bezogene Ereignisse unterstützt, z.B.  wenn sich das Schema ändert, und Feature Ereignisse, z.B. wenn ein Feature gelöscht wird.

7. Data Store

Bei den Data Stores gibt es einen neuen Typ von Data Store, überarbeitete Installer und neue Tools

Der Object Store ist nicht komplett neu. Er wurde mit der Version 10.9.0 initial eingeführt, konnte jedoch in ArcGIS Enterprise 10.9.1 nicht unterstützt werden. Jetzt mit Version 11 wurde der Object Store mit neuer Technologie ersetzt.
Der Object Store cacht Anfragen an Hosted Feature Layer und kann die Performance dieser Hosted Feature Layer stark erhöhen. Er ist gut geeignet für Hosted Feature Layer, deren Inhalte nicht oft editiert werden.

In Versionen vor ArcGIS Data Store 11.0 wurden bei der Installation von ArcGIS Data Store alle Datenspeicherdateien auf dem Rechner abgelegt und es wurde der Typ konfiguriert, der gebraucht wird. Jetzt können Sie bei der Installation von ArcGIS Data Store auswählen, welche Data Stores auf jedem Rechner installiert werden sollen. Es werden keine nicht benötigten Daten abgelegt.

Nach dem Upgrade von ArcGIS Data Store können Sie alle Data Store Typen entfernen, die Sie nicht konfiguriert haben. Siehe ArcGIS Data Store deinstallieren für weitere Informationen.

Wenn Webhooks für Services definiert sind, werden Webhook-Nachrichten auf den Rechnern des relationalen Data Stores verarbeitet. Um dies zu ermöglichen, müssen Sie auf den relationalen Datenspeichern zusätzliche Ports freischalten.


8. Funktionale Server

Im Folgenden werden kurz die Highlights und wichtigsten Aspekte zu den Funktionalen Servern im 11.0er Release beschrieben. Ausführlichere Informationen zu den jeweiligen Server finden Sie in der What’s New online Dokumentation.

ArcGIS GeoEvent Server

Mit diesem Release wurde die Performanz der „Service Discovery“ also die Verbindung vom GeoEvent Server zu ArcGIS Enterprise / ArcGIS Server / ArcGIS Online deutlich verbessert. So werden nicht mehr alle Dienste des hinterlegten Named Users automatisch gecached (was je nach Service Anzahl zu langen Wartezeiten führen konnte), sondern nur nach Bedarf und entsprechend der Ordner Struktur (siehe Screenshot, ausgegraute Felder). Des Weiteren lassen sich nun auch Services, welche öffentlich sind oder von anderen Nutzern mit dem GeoEvent Nutzer geteilt wurden, direkt per URL einbinden (siehe Screenshot).

Bei den Input Konnektoren wurde Kafka Input noch um die Authentifizierungsmöglichkeit SASL/SCRAM erweitert und der GeoJSON Input unterstützt nun verschachtelte Strukturen des GeoJSON.

Achtung beim Upgrade: Die Konfigurationsspeicherung wurde optimiert, weshalb die GeoEvent Konfiguration nicht automatisch mit aktualisiert wird, sondern manuell nach dem Upgrade importiert werden muss! Daher unbedingt die Konfiguration vor dem Upgrade exportieren, sofern das automatische Backup nicht eingerichtet ist bzw. nicht aktuell genug ist. Die Dokumentation zum manuellen Export und Import der Konfiguration finden Sie hier.

ArcGIS GeoAnalytics Server

Der GeoAnalytics Server bietet nun ein häufig nachgefragtes Tool mit „Snap Tracks“ also dem Snapping von Punkten an Polylinien z.B. GPS Positionen an ein Straßennetzwerk an.

Der Polylinien Layer muss hierfür die entsprechenden Netzwerk-Verbindungsparameter (LinienID, fromNode, toNode) enthalten.

Außerdem gab es Verbesserungen bei dem „Zusammenfassen innerhalb“ und „Nach Nähe gruppieren“ Tool.

Hinweis:  Sowohl das neue Snap Tool als auch die Verbesserungen der anderen Tools sind nur über die ArcGIS REST API, ArcGIS Pro und ArcGIS API for Python ausführbar und werden nicht mehr in die UI des MapViewer Classic integriert.

ArcGIS Image Server

Bei dem Image Server werden mit dem neuen Release zusätzliche Raster Typen (Landsat 9, Jilin-1, Pleiades NEO, Superview-1, PlanetScope) und multidimensionale „transposed“ Tiles auf referenzierten CRF Rasterdaten unterstützt.

Außerdem wurde der OGC Support verbessert, so dass nun auch multidimensionale Rasterlayer in einer Karte als WMS unterstützt werden und die Nutzung der multidimensionalen Variablen und Templates der Raster Funktionen für diese Layer verfügbar ist.

ArcGIS Deep Learning Studio

Als neue Anwendung für den Image Server im Kontext von GeoAI, steht mit dem 11.0er Release die erste Version des ArcGIS Deep Learning Studios zur Verfügung. Dieses bietet eine projektbasierte Implementation des kompletten End-to-end GeoAI Workflows auf Luftbilddaten, also von der Erstellung von Trainingsdaten, über das Training des Modells, bis hin zu dessen Anwendung (Inferenz). Durch die Verwaltung in Projekten und Definition von Arbeitseinheiten können mehrere Nutzer an diesem Workflow wie z.B. dem Labeln und Kontrollieren der Trainingsdaten oder das Vergleichen der Modellergebnisse, zusammenarbeiten.

ArcGIS Notebook Server

Für den Notebook Server werden nun von Esri kuratierte Python Code-Snippets, also vorgefertigte Code Beispiele, für bestimmte Arbeitsabläufe und Funktionalitäten zur Verfügung gestellt.

Wenn Notebooks als Web-Tool veröffentlicht werden, wird nun im Hintergrund ein Snapshot des Notebooks erstellt und als Web-Tool veröffentlicht. So wirken sich weitere Änderungen an dem Notebook, nicht versehentlich auf etablierte Arbeitsabläufe aus, welche das entsprechendes Web-Tool verwenden. Aufgrund dieser Änderungen können bestehende Web-Tools nun auch überschrieben werden, damit gewünschte Änderungen vorgenommen werden können, ohne das sich die URL des Web-Tools ändert.

Als Beta-Funktionalität wird mit dem 11.0er Release die Verwendung von Mirantis Container Runtime (ehemals Docker Engine Enterprise) und Mirantis Container Runtime als Container-Images auf Windows Server 2022 durch den Notebook Server unterstützt.

ArcGIS Knowledge

Mit dem 11.0er Release wird ein neues Lizenz Modell für ArcGIS Knowledge eingeführt. Es wird keine Benutzertypabhängige Lizenzierung über den Typ Knowledge mehr benötigt, stattdessen wird der ArcGIS Knowledge Server wie die anderen Funktionalen Server lizensiert. Somit steht die Funktionalität allen Benutzertypen (ab Creator) mit den entsprechenden Rechten („Gehostete Knowledge Graphs veröffentlichen“) zur Verfügung.

Über das Enterprise Portal können nun NoSQL-Datenspeicher hinzugefügt werden. Damit können Knowledge-Graphen auch außerhalb des ArcGIS Data Stores (als NoSQL Data Store) gespeichert werden, welche in ArcGIS Pro erstellt und editiert werden können. Mit dem 11.0er Release werden hier Neo4j-Datenbanken unterstützt.


9. Weiterführende Informationen


Bei Fragen steht Ihnen unser Support unter esri-support(at)mysynergis.com gerne zur Verfügung. Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem ArcGIS Blog entstanden. Autor: Jörg Moosmeier

Besuchen Sie uns auf der Esri Konferenz vom 05. bis 06. Oktober 2022 im twelve & ThirtyFive in Wien. Jetzt anmelden!

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